Mit Betriebsberatung aus der Krise

Ein Praxisbeispiel Unternehmensberatung ist nicht nur etwas für große Konzerne, sondern auch für den »ganz  normalen« Handwerksbetrieb. Wie unser Praxisbeispiel einer echten Beratung zeigt, kann sie sogar dazu dienen, einen Betrieb aus einer existenzbedrohenden Krise zu führen.

Der Elektrohandwerksbetrieb – der hier anonym bleiben soll – hat seinen Sitz im Norden Deutschlands in einer eher ländlich geprägten Gegend. Der jetzige Inhaber arbeitete viele Jahre als Angestellter in dem Betrieb und hat ihn 2011 im Rahmen einer Nachfolgeregelung übernommen.

Das Unternehmen beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Zum Angebotsportfolio gehören die klassischen Tätigkeitsgebiete der Elektroinstallation für verschiedene Kundengruppen. Die Projekte umfassen u.a. Einfamilienhäuser, komplette Wohnanlagen, Renovierungen, Sanierungen, Industrie, Handel und Gewerbe.

 

In die Krise

Vor einigen Jahren rutschte das Unternehmen in eine handfeste finanzielle Krise. So wiesen die Bilanzen der Jahre 2013 und 2014 jeweils einen Jahresfehlbetrag von mehreren 10 000€ auf, bei einem Gesamtumsatz von rund 1,3 Mio.€. Im Jahresabschluss 2014 heißt es: »Die Bewertung wird trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen«.

Eine Ursache der Schieflage: Der extrem hohe Krankenstand von 280 Fehltagen im Jahr 2014, was dazu führte, dass der Anteil der produktiven Stunden nur bei 67 % lag (Bild 1). Diese Zahlen waren dem Inhaber aber nicht transparent. Erkennen – und sich damit an deren Beseitigung machen – konnte er die Ursachen erst nach einer Betriebsberatung, in diesem Fall durchgeführt durch die elpa consulting GmbH aus Holzminden.

Die Beratung hatte das Ziel, das Unternehmen und auch den Unternehmer auf den Prüfstand zu stellen (Bild 2).


Erster Schritt – Analyse des Ist-Zustands

Die durchgeführte Schwachstellen- und Optimierungsanalyse und die anschließende anonyme Mitarbeiterbefragung zeigten sowohl die Stärken als auch die Schwachstellen klar auf. Schwächen wurden u.a. in folgenden Bereichen identifiziert:

Unternehmensführung: Eine Definition der Unternehmensziele und -strategie fehlt. Kaufmännische Steuerungsinstrumente (d.h. eine entsprechende Software) sind zwar vorhanden, werden aber nicht effektiv genutzt.

So ist nicht transparent, welche Aufträge profitabel sind bzw. wo Verbesserungspotenzial besteht. Finanzen: Es gibt kein integriertes Cash- Management. Die Innenliquidität ist gering, was einen teuren Kontokorrentkredit erfordert. Vermögensaufbau zur Zukunftssicherung ist kaum vorhanden.

Marketing: Es existieren so gut wie keine vertrieblichen Aktivitäten zur Neukundengewinnung bzw. zur Kundenbindung. Die Kunden sind nicht in entsprechende Kategorien eingeteilt, z.B. im Rahmen einer ABC-Analyse. Funktionelle Organisation: Die Funktionen und Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter im Betrieb sind nicht eindeutig definiert, ein Organisationshandbuch fehlt ...

 

Dies ist nur ein Auszug des Berichts aus der Fachzeitschrift "de - das elektrohandwerk".
Wenn Sie mehr Informationen zu diesem Thema wünschen, dann senden Sie uns eine E-Mail an info@remove-this.elpa-consulting.de.

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